Dienstag, 12. Juni 2007

Die schier grenzenlose Macht der Hedgefonds

Welche Macht Hedgefonds ausüben, ist immer öfters in der Presse zu lesen und zu hören. Von durch sie verursachten Währungsschwankungen bis hin zu riesigen Investitionsbergen, mit denen sie auch die größten börsennotierten deutschen Unternehmen übernehmen könnten, ist da zu lesen. Wie hoch das von Hedgefonds tatsächlich verwaltete Vermögen wirklich ist, weiß keiner richtig genau. In ihrem Blog schreiben die Macher von fondsvermittlung24.de, dass laut einem Bericht des Alpha Magazine alleine die 100 größten Hedgefonds aktuell ein Vermögen von über 1 Billion Dollar verwalten. Mit diesem Geld ist es ihnen möglich, Währungsspekulationen zu betreiben oder auch nach Belieben Firmen zu übernehmen oder sich zumindest an ihnen zu beteiligen. Aber nicht nur die Summen sind gewaltig, auch die Transaktionen, die damit getätigt werden. Wie groß der Einfluss von Hedgefonds an den Finanzmärken im Bereich Aktien und Derivate ist, zeigt der Zeitenwende-Blog in seinem Beitrag „Die wahre Größe der Hedge-Fund-Industrie“ sehr eindrucksvoll. Die Gefahr geht dabei nicht vom Eigenkapital der Hedgefonds aus, sondern vom aufgenommenen Fremdkapital. Da es in der Branche üblich ist, dass Eigenkapital mit einem Faktor von 2, 3 oder auch mehr zu hebeln, kommt zu jedem Euro Eigenkapital eben noch 2, 3 oder noch mehr Euro Fremdkapital. Solange die Transaktionen des Fonds nach Plan verlaufen, ist auch alles bestens. Sobald ein Hedgefondsmanager aber mit seinen Investments daneben liegt, reißt es dank dieses gewaltigen Fremdkapitalhebels nicht nur seine Gesellschaft, sondern auch die kapitalgebenden Banken mit. Denn diese wissen meist überhaupt nicht, was mit dem Geld angestellt wird, welches sie den Hedgefonds leihen. Kein Wunder also, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die Regulierung der Aktivitäten solcher Hedgefonds zu einem wichtigen Punkt der Tagesordnung beim diesjährigen G8-Gipfel in Heiligendamm gemacht hat. Dabei handelt es sich bei den G8-Staaten um die – ihrer eigenen Meinung nach – wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Wie dieser Zusammenschluss ganz genau aussieht und wie er funktioniert, zeigt der Artikel Der Stein des Anstosses im Tagesschau-Blog sehr übersichtlich und leicht verständlich. Umso verwunderlicher ist es, dass acht kultivierte Staatsoberhäupter sich in einem solch bedeutenden Punkt nicht einmal annähernd einigen können. Wer aber mal hinter die Kulissen der Hedgefonds schaut, dem wird schnell klar, wieso. So stehen – wie in einem Hedgefonds-Artikel im Handelsblatt-Blog beschrieben, den Hedgefondsmanagern immer öfter ehemalige hochrangige Politiker zur Verfügung, natürlich gegen Bezahlung. Wen wundert es angesichts der Uneinigkeit der Politik und der indirekten Beteiligung ehemaliger Politiker an den Aktivitäten dieser Fonds noch, dass ihre Macht immer weiter zunimmt?

Freitag, 8. Juni 2007

Web 2.0 und die Rolle des Handys

Web 2.0 – für die einen ist dies die Zukunft des Internet, während die anderen den Begriff schon langsam nicht mehr hören können. Im Prinzip geht es dabei um nichts anderes, als die Interaktivität mit den Usern und die Einbindung deren Meinung in die eigene Webseite, neudeutsch auch als „user generated content“ bezeichnet. In ihrem Blog stellen die Macher des Telefon-Blogs die Frage, welche Rolle das Handy im Web 2.0 spielt. Was das ganze in einem Blog zum Thema Investment und Geldanlage zu suchen hat, werden sich jetzt ganz sicher einige fragen. Nun, zum einen ist es immer mal interessant, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zum anderen kann sich der geneigte Anleger durch den Kauf von Aktien bestimmter Unternehmen, welche vom Web 2.0 – Boom profitieren, eine interessante Form der Kapitalanlage auftun. Aber zurück zur Frage. Die Einbindung von Handys in kann auf vielfältige Art und Weise geschehen. Eine der sicher schon oft genutzten Varianten ist der Zugriff auf die beliebten Video-Communities wie YouTube oder MyVideo. In Zusammenarbeit mit den Mobilfunkbetreibern wird es dem Kunden ermöglicht, sich die neuesten Videos auf seinem Handy anzuschauen oder mit dem eigenen Handy aufgenommene Videos sofort online zu stellen. Jeder weiß, dass Handys inzwischen zu den Lieblingsspielzeugen hierzulande gehören und so kann man sich das Potential einer solchen Anwendung ganz leicht selber ausrechnen. Profiteure sind in erster Linie die Betreiber der Portale, deren Zugriffszahlen durch solche Nutzungsmöglichkeiten weiter wachsen werden. Dazu gehört in erster Linie Google, da dieser unter anderem eines der oben genannten Videoportale gehört. Ich bin der Meinung, dass gerade durch die mobile Nutzung solcher Web 2.0 – Inhalte die Besucherzahlen der Portale und damit auch die Einnahmen der Betreiber weiterhin steigen werden. Vor allem die ortsunabhängige Möglichkeit zum sofortigen Upload eines mit dem Handy aufgenommenen Videos oder Bildes werden immer mehr Verbraucher dazu animieren, die entsprechenden Angebote wahrzunehmen.

Dienstag, 5. Juni 2007

Regeln für die Geldanlage

Bei den meisten Anlegern sieht es im Depot aus wie in einem Gemischtwarenladen. Da liegen munter Aktienfonds neben ein paar Einzelwerten, eine Anleihe hier, ein Garantiefonds da und hinten rechts in der Ecke finden sich noch ein paar Zertifikate, bei ganz Hartgesottenen sogar noch ein paar Optionsscheine. Die meisten Anleger wähnen sich alleine mit der Streuung auf verschiedene Investments auf der sicheren Seite. Doch diese Ansicht ist trügerisch. Für eine gezielte Risikominimierung bedarf es mehr als nur dem bloßen Verteilen des eigenen Geldes auf eine Handvoll verschiedener Investments. Es geht vielmehr um die sinnvolle Verteilung der Geldanlage auf verschiedene Assetklassen und das ganze bei Berücksichtigung einiger essentieller Regeln. Ein paar dieser Regeln habe ich nachfolgend einmal kurz aufgelistet und erklärt:
1. Es gibt keinen Unterschied zwischen institutionellen Investoren und Privatanlegern. Es gibt lediglich gute und schlechte Anlageentscheidungen.
2. Streuung ist wichtig, allerdings immer entsprechend des Risikoprofils und unter Berücksichtigung der nachfolgenden Regel.
3. Eine Faustregel besagt, dass keine Anlageklasse mit weniger als 5 Prozent des Depotwertes vertreten sein soll, aber auf der anderen Seite auch nicht mehr als 25 bis 30 Prozent ausmachen sollte. Anderenfalls droht eine Übergewichtung und damit Erhöhung des Anlagerisikos.
4. Wählen Sie immer sichere Geldanlagen als Basis für Ihr Depot. Immobilienfonds, Rentenfonds, Anleihen hoher Bonität und Mischfonds eignen sich dafür hervorragend. Aktienfonds haben nur dann in der Basis eines Depots etwas zu suchen, wenn Sie zum Risikoprofil des Anlegers passen und der Anlagezeitraum entsprechend lang gewählt ist.
5. Nachdem die Basis gelegt ist, nutzen Sie Investmentklassen, die so wenig wie möglich miteinander korrelieren. Ein gutes Beispiel dafür sind Immobilienfonds und Aktienfonds. Während Aktienfonds vom Zustand der Weltbörsen abhängig sind, entwickeln sich die meisten Immobilienfonds relativ unabhängig von solchen Einflüssen.
6. Nutzen Sie auch alternative Investments wie Hedge-Fonds oder Private Equity Fonds. Als Beimischung können diese Anlageformen das Gesamtrisiko eines Portfolios verringern, ohne die Renditechancen desselben zu schmälern. Und wer sich zum Beispiel einmal die Wertentwicklung ausgewählter Private Equity Fonds in den vergangenen Jahren angeschaut hat, wird erstaunt sein, was für Renditen mit dieser Anlageklasse möglich sind.
7. Handeln Sie antizyklisch. Diese einfach klingende Regel ist relativ schwer umzusetzen, bedeutet Sie doch, dort zu kaufen, wo keiner kauft und wann keiner kauft. Die richtig großen Gewinne können Sie erzielen, indem Sie Trends frühzeitig erkennen und entsprechend handeln, noch bevor das Thema in den Massenmedien gepusht wird.
8. Legen sie Wert auf solide Investments, dann berücksichtigen sie Kennziffern wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) oder die Dividendenrendite in ihrer Anlageentscheidung. Je niedriger das KGV bzw. je höher die Dividendenrendite, desto attraktiver sind einzelne Titel, solange das Geschäft planmäßig läuft.

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